Beta-Carotin – Das Beste aus der Möhre

Jeff 15. Mai 2010 0

Das Beta-Carotin gehört zu den Carotinoiden. Dazu werden etwa 500 verschiede Stoffe gezählt, die nur von Pflanzen hergestellt werden. Das Beta-Carotin ist nur einer davon, wenn auch für den Menschen der wichtigste. Denn Beta-Carotin wird auch als Provitamin A bezeichnet, da der Körper aus ihm Vitamin A herstellen kann. Jedoch hat das Beta-Carotin noch andere innere Werte. Es schützt die Zellen vor den gefährlichen Wirkungen des Sauerstoffs. Doch nicht nur dies. Offenbar kann es auch andere gefährliche Substanzen – so genannte freie Radikale – in ihrer Wirkung neutralisieren. Freie Radikale tragen beträchtlich zum Entstehen von Krebs- und Herzkreislauferkrankungen bei. Weniger spektakulär ist die hautschützende Wirkung des Beta-Carotins. Es hat sich gezeigt, dass Beta-Carotin zu großen Teilen in der Haut angesammelt wird und dort vor starker Sonneneinstrahlung schützen kann. Es bietet also einen gewissen Schutz vor Sonnenbrand und beugt vermutlich Alterungsprozessen der Haut vor. Letztendlich hat das Beta-Carotin vermutlich noch eine stärkende Wirkung auf das Immunsystem. Es gibt jedenfalls verschiedene Hinweise dazu. Unter anderem wird wohl die Bildung bestimmter weißer Blutkörperchen vom Beta-Carotin angeregt.

Eine echte Mangelkrankheit bei Beta-Carotin-Mangel gibt es nicht. Der Mangel scheint eher in der fehlenden Vorbeugung gegen die Einwirkung der freien Radikale und anderer Schadstoffe zu liegen. Da deren Wirkung jedoch nicht offen zu Tage tritt, sondern ein langjähriger, schleichender Prozess ist, bleibt ein Mangel unentdeckt. Erst wenn nach zehn oder zwanzig Jahren ein Krebs oder Herzinfarkt kommt, wird möglicherweise festgestellt, dass der Beta-Carotin-Spiegel im Blut zu niedrig war. Der Mangel kommt ganz von allein, wenn nicht genug Gemüse gegessen wird. Zusätzliche Risikofaktoren sind die Folgenden: Starkes Sonnenlicht: Starke Sonnenstrahlung baut das Beta-Carotin in den Augen ab. Rauchen: Durch das Rauchen wird besonders viel Beta-Carotin verbraucht. Raucher sollten auch aus Gründen der Krebsvorsorge für eine hohe Beta-Carotin-Zufuhr sorgen. Am besten wäre es natürlich, gar nicht zu rauchen. Fettverdauungsstörungen: Wer unnatürlich viel Fett mit dem Stuhl ausscheidet, hat in der Regel auch wenig Beta-Carotin im Blut. Infektionen: Beides sorgt für eine erhöhte Belastung mit freien Radikalen, was den Verbrauch an Beta-Carotin erhöht.

Auswirkungen auf deine Ernährung

Im Gegensatz zum Vitamin A sind die besten Beta-Carotin-Quellen pflanzliche Lebensmittel. Die größten Mengen finden sich in Gemüse und Salat. Als Tagesdosis empfiehlt sich eine Menge von 2 mg, eine größere Menge ist aber wahrscheinlich noch besser. Praktische Tipps: Möhren entweder garen oder vor dem Rohessen reiben. Aus ganz roh geknabberten Möhren nimmt man so gut wie kein Beta-Carotin auf. Gemäß LOGI zu jeder Mahlzeit etwas Obst und / oder Gemüse essen. Beta-Carotin kann nur in Zusammenarbeit mit Fett aufgenommen werden. Deshalb sollte man Gemüse immer zusammen mit hochwertigen Pflanzenölen wie z.B. Raps- oder Olivenöl genießen. Frisches Gemüse aus der Umgebung ist zu bevorzugen. Carotinoide nehmen nämlich durch längere Lagerung und Licht schaden. Ein Glas Möhrensaft am Tag kann nicht schaden. Anderer Gemüsesaft tut es auch, hat aber nicht ganz so viel Beta-Carotin.

Zusammenfassung

Man kann sich also mit Möhren und Co nicht vergiften. Die einzige bekannte Nebenwirkung ist das sogenannte Karottenbabygesicht, dass man bekommen kann, weil sich das Beta-Carotin unter der Haut ansammelt. Allerdings muss man dann schon mehr als 20 mg täglich zu sich nehmen, um überhaupt einen erkennbaren Effekt zu erzielen. Das entspräche einem halben Pfund Möhren oder 400 g Spinat. Bei bestimmten Hautkrankheiten werden im übrigen bis zu 180 mg Beta-Carotin am Tag verabreicht, ohne dass sich negative Begleiterscheinungen zeigten.

Sixpack Erfolg

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