Chrom – Dein lebensnotwendiges Spurenelement

Jeff 15. Mai 2010 0

Chrom spielt als lebensnotwendiges Spurenelement eine wichtige Rolle im Kohlenhydratstoffwechsel und nimmt hier Einfluss auf die Insulinwirkung. Für den leistungsorientierten Fitnesssportler ist es deshalb besonders interessant, weil es die Aufnahme von Aminosäuren in die Muskulatur – aber ach in Herz und Leber – erhöht und damit den Muskelaufbau verbessert. Gleichzeitig verbessert es die Stoffwechselaktivität. Damit wird Chrom sowohl für Muskelaufbauinteressierte als auch beim Trainingsziel „Fettabbau“ und natürlich der Kombination beider Trainingsziele zu einem sehr wertvollen Verbündeten. Zusätzlich zeigen Studien, dass Chrom den Blutzuckerspiegel stabilisiert und das Gesamt- sowie das schlechte LDL-Cholesterin senkt, gleichzeitig aber das gute HDL-Cholesterin erhöht.

Auswirkungen auf deine Ernährung

Ein Chrommangel ist zwar nicht sehr häufig, aber immer wieder vor allem dann zu beobachten, wenn die Ernährung aus Nahrungsmitteln mit hohem Anteil an raffiniertem Zucker und vielen Weißmehlprodukten besteht, die besonders wenig Chrom enthalten. Gerade eine sehr kohlenhydratbetonte Ernährung ist hierfür prädestiniert. Aber auch wer hart Sport treibt und den Mehrbedarf nicht durch eine angepasste Ernährung versucht auszugleichen, kann unter Chrommangel leiden. Einhergehend mit der blutzuckerstabilisierenden Wirkung kann ein Chrommangel eine verminderte Zuckertoleranz und Insulinwirkung begünstigen. Bei einem dauerhaften Mangel kann das bis zu Diabetes Typ II führen. Aber auch erhöhte Cholesterinwerte und Gewichtsverlust können die Folge eines Chrommangels sein.

Die beste Prophylaxe vor einem Chrommangel ist eine dem Fitnessstil entsprechende ausgewogene Ernährung gemäß LOGI. Wird diese befolgt, so braucht eine zusätzliche Zufuhr von Chrom nicht unbedingt ins Auge gefasst zu werden. Der Tagesbedarf für einen Fitnesssportler liegt insgesamt bei etwa 200-300 µg (Mikrogramm). Generell sollte immer versucht werden, die Versorgung über die Ernährung zu decken, bevor man zu entsprechenden Präparaten greift.

Gute Quellen für Chrom sind vor allen Dingen Fleisch und Innereien. So hat z.B. Hühnerfleisch bereits bei 100 g einen Chromanteil von 26 µg, aber auch Nüsse, Bierhefe (jeweils 200 µg / 100 g) und Pfeffer haben einen guten Chromanteil. Wer Chrom zusätzlich über entsprechende Präparate zuführen möchte, sollte die organischen Formen wie Chrompicolinat, Chromaspartat oder chromreiche Hefe (Bierhefe) vorziehen. Chromchlorid wird nur schlecht vom Körper aufgenommen (< 1 %). Die Einnahme sollte über den Tag verteilt zwischen den Mahlzeiten erfolgen. Tägliche Einnahmen von 100-300 µg gelten als unbedenklich. Allerdings sollte in diesem Zusammenhang erwähnt werden, dass Chrom vom Körper gespeichert werden kann und entsprechend eine dauerhaft erhöhte Zufuhr (> 300 µg pro Tag) zu einer Überdosierung führen kann. Diese Speicherung findet vor allen Dingen in Leber und Milz, aber auch in der Muskulatur, den Knochen sowie dem Fett statt.

Zusammenfassung

Das lebenswichtige Spurenelement Chrom hält den Zuckergehalt des Blutes mit Hilfe von Insulin sowohl bei Über- als auch Unterzuckerung stabil. Durch eine intensive körperliche Beanspruchung wird vermehrt Chrom über den Urin ausgeschieden. Dieser Mangel kann durch chromreiche Lebensmittel wie Bierhefe und vor allem Fleischprodukte ausgeglichen werden. Die Chromversorgung mit der Nahrung schwankt zwischen 50 und 300 Mikrogramm. Alles in allem gilt Chrom als ein wenig erforschtes Mineral, dass bisher noch viele Fragen, wie etwa die nach der täglichen Zufuhrempfehlung, offen lässt.

Sixpack Erfolg

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