Fette – Zu Unrecht verurteilt

Jeff 14. Mai 2010 0

Nahrungsfett liefert mit rund 9 kcal mehr als doppelt so viel Energie wie Eiweiß oder Kohlenhydrate. Deswegen wird es häufig als Dick- und Krankmacher verurteilt.

Zahlreiche wissenschaftliche Studien zeigen allerdings eindeutig, dass nicht die Menge (Quantität) an verzehrtem Fett, sondern vielmehr die Art der Fette (Qualität) entscheidend ist, sowohl für die Gesundheit als auch für den Fettabbau. Denn man muss bei den Fetten die guten von den schlechten Fetten unterscheiden. Die schlechten Fette sind die so genannten “gesättigten Fette“, die z.B. in fetthaltigen Milchprodukten, Käse, Fleisch, Wurst, Süßigkeiten, Gebäck etc. enthalten sind und vielen Lebensmitteln ihren leckeren Geschmack geben. Gesättigte Fette sind für den Körper nicht lebensnotwendig und müssten eigentlich überhaupt nicht mit der Nahrung aufgenommen werden. Sie werden darüber hinaus sehr leicht als Körperfett gespeichert und können die Blutfettwerte verschlechtern.

Eine sinnvolle Ernährung sollte daher so wenig wie möglich gesättigte Fette enthalten und dafür um so mehr “gute Fette“. Dieses sind die so genannten “ungesättigten Fette“, die z.B. in Fischen, Nüssen, Olivenöl, Leinöl, Raps- und Wallnussöl enthalten sind. Sie schützen Herz und Kreislauf, beugen einem Herzinfarkt vor, senken erhöhte Blutfettwerte und wirken Blutdruck senkend. Sie werden zum Aufbau von Gehirnzellen benötigt, sind heilsam bei chronisch entzündlichen Erkrankungen wie Rheuma, Arthritis, Bronchitis, oder Hauterkrankungen und unterstützen den Körper im Kampf gegen Übergewicht sowie einem zu hohen Körperfettanteil. Da der Körper diese lebensnotwendigen, gesunden Fette allerdings nicht selber herstellen kann, muss der Bedarf über die Ernährung abgedeckt werden.

Auswirkungen auf dein Krafttraining

Die Bedeutung des Krafttrainings im Rahmen der Fettreduzierung wurde lange Zeit verkannt – gerade unter dem Aspekt von Langzeiteffekten sollte es jedoch in keiner Fettabnehmstrategie fehlen. Je mehr Muskulatur zur Verfügung steht, desto höher ist der Gesamtenergieverbrauch. Krafttraining erhöht den Anteil an aktivem Muskelgewebe, steigert den Energiegrundumsatz und führt auf Dauer zu einer positiven Veränderung des Körpers hin zur gewünschten Figur. Dabei kann allerdings nicht gezielt Fett abgebaut werden. Ein gezielter Fettabbau ist deshalb nicht möglich, weil Muskel- und Fettzellen nichts miteinander zu tun haben. So werden z.B. mit Bauchmuskelübungen die Bauchmuskeln trainiert, die darüber liegenden Fettzellen bleiben aber unangetastet. Dennoch unterstützt das Krafttraining effektiv den Fettabbau. Je mehr aktive Muskulatur man sich antrainiert, desto mehr Fett wird in Ruhe verbrannt. Wo der Körper dabei allerdings zuerst die Fettspeicher anzapft ist genetisch vorprogrammiert und kann durch Training nicht beeinflusst werden.

Auswirkungen auf dein Ausdauertraining

Vor allem dann, wenn vorher trainiert worden ist. Dadurch sind die Zuckerspeicher des Körpers aufgebraucht worden, so dass beim Fettabbautraining der Körper von Anfang die Fettspeicher anzapfen muss. Deshalb immer zuerst trainieren und erst dann zum Fettabbautraining übergehen. Die Dauer des Fettabbautrainings sollte 25-50 Minuten betragen. Dabei gilt: Laufen ohne zu schnaufen! D.h. es ist noch genug Puste vorhanden, so dass man sich während des Trainings unterhalten könnte (es aber nicht macht). Das Fettabbautraining sollte also eher entspannend und erholend wirken, als belastend und auspowernd. Bezüglich der Geräteauswahl kann gemäß individueller Vorliebe ein Gerät ausgesucht werden. Um für Abwechslung zu sorgen, empfiehlt sich dann beim nächsten Training einfach die Verwendung eines anderen Geräts.

Auswirkungen auf deine Ernährung

In der Regel enthält die Ernährung z.B. mit Butter, Hartkäse, Sahne und Wurstwaren zu viele schlechte, gesättigte Fette. Auch mit Kokosnuss- und Palmkernfett, die als günstige Rohstoffe oft bei der Herstellung von Fertigprodukten verwendet werden, gelangen viele dieser “trägen“ Fette in den Körper. Die Konzentration sollte lieber auf der Zufuhr der gesunden, ungesättigten Fette liegen. Dazu werden am besten so oft wie möglich Lebensmittel mit ungesättigten Fettsäuren wie z.B. Rapsöl, Olivenöl und für die kalte Küche Walnussöl sowie generell Nüsse verwendet. Neben den Pflanzenölen liefern auch Fleisch und insbesondere Fisch wertvolle Fette. Die Fettqualität lässt sich bei geschickter Kombination steigern. Ideal ist es z.B., wenn Fischmahlzeiten mit Olivenöl und Fleischgerichte mit Rapsöl zubereitet werden. Apropos Fleisch: Sein Fett ist gesünder als viele denken. Denn Muskelfleisch enthält überwiegend ungesättigte Fette. Bei Rind und Schwein sind es mehr als 50 %, bei Geflügelfleisch sogar rund 70 % der gesamten Fettmenge.

Zusammenfassung

Weniger schlechte, gesättigte Fette in Verbindung mit weniger Kohlenhydraten und dafür mehr gesunde, ungesättigte Fette in Verbindung mit hochwertigem Eiweiß verbessern die Stoffwechselsituation deutlich. Denn bei einem Anteil von 40-50 % an der täglichen Kalorienzufuhr, bewegen sich Blutzucker und Insulin sowie Blutfette und Cholesterin und das Herzinfarktrisiko sinkt. Besonders wicbehtig wird die Zufuhr der lebensnotwendigen Fette bei bereits bestehenden Stoffwechselstörungen wie z.B. Übergewicht oder Zuckerkrankheit.

Sixpack Erfolg

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