Fluorid – Zur Härtung von Zähnen und Knochen

Jeff 15. Mai 2010 0

Das Spurenelement Fluorid trägt zur Härtung von Zähnen und Knochen bei. Man kann davon ausgehend, dass allein in den Zähnen und Knochen über 95% des im Körper befindlichen Fluors eingebaut sind. Der restliche Anteil befindet sich in Haut, den Haaren und den Fuß- und Fingernägeln. Fluorid wird in das Apatit der Knochen und Zähne eingebaut. Unter Apatiten versteht man Mineralien, die aus Kalziumphosphat und Kalziumfluorid oder Kalzium Hydroxid bestehen. Es sei erwähnt, dass sich Knochenasche zu 80% aus Apatit und 20% aus Kalziumkarbonat zusammensetzen. Apatit härtet den Zahnschmelz und trägt somit zur Widerstandsfähigkeit der Zähne gegen Umwelteinflüsse bei. Vor allem schützt es vor den Säuren, die von Kariesbakterien gebildet werden. Zur Kariesprophylaxe wird dementsprechend die zusätzliche Einnahme durch Fluorid in der Nahrung oder von außen in Form von fluoridierter Zahnpasta oder fluoridierten Gels als sinnvoll angesehen. Es ist darauf zu achten, dass Kinder, vor allem Kleinkinder nur spezielle fluoridierte Kinderzahnpasta verwenden, in denen die Fluoridmenge auf den Bedarf angepasst ist. Zahnpasta für Erwachsene enthält zu viel Fluorid. Eine Einnahme von Fluoridtabletten sollte stets mit dem Arzt abgesprochen werden.

Auswirkungen auf deine Ernährung

Der Bedarf an Fluorid richtet sich nach dem Alter und Geschlecht. Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung empfiehlt eine Einnahme von 0,25 (bei Säuglingen) bis zu 4 mg Fluorid (bei Erwachsenen) täglich, wobei der Bedarf von erwachsenen Frauen mit etwa 3 mg etwas darunter liegt. Viele Regionen Deutschlands sind Fluoridmangelgebiete. Das Trinkwasser enthält im Durchschnitt nur etwa 0,3 mg Fluorid pro Liter Wasser. In Ölsardinen, Hühnerfleisch und schwarzem Tee sind noch nennenswerte Menge von Fluorid enthalten. Die tägliche Fluoridaufnahme über Trinkwasser und Nahrung ist für einen sinnvollen Kariesschutz und zur Stärkung der Knochen nicht ausreichend. Daher muss dem Körper zusätzliches Fluorid zugeführt werden. Hierfür gibt es mehrere Möglichkeiten: fluoridhaltige Zahnpasten, Anwendung von Fluoridgelee (verschreibungspflichtig), Einpinseln eines Fluoridlacks (durch den Zahnarzt), Spülen mit Fluoridlösung, fluoridiertes Speisesalz, Fluoridtabletten zum Lutschen, fluoridierte Milch, fluoridierte Mineralwässer. Gerade die unkomplizierte Anwendung von fluoridiertem Speisesalz statt herkömmlichen ohne Fluor ist ein sehr effektives und kostengünstiges Mittel, das schon in vielen Untersuchungen zu positiven Ergebnissen geführt hat. Im Handel wird es ausschließlich in Kombination mit Jod als „Jodsalz mit Fluorid“ angeboten. Es sollte anstatt des normalen Haushaltssalzes in jedem Haushalt verwendet werden. Im Haushalt sollte entweder fluoridiertes Speisesalz oder Fluoridtabletten verwendet werden, beides zusammen angewandt könnte eine Überdosierung verursachen. Ausgenommen sind Säuglinge und Kleinkinder, weil sie nur sehr geringe Mengen Salz zu sich nehmen. Sie sollten daher weiterhin Fluoridtabletten erhalten. Zu berücksichtigen ist auch der Fluoridgehalt in Zahnpasta. Bei Jugendlichen und Erwachsenen ist der Einsatz von fluoridhaltiger Zahnpasta sinnvoll. Für Kinder sollte man spezielle Kinderzahnpasta verwenden, da der Fluoridgehalt in den Erwachsenenzahncremes zu hoch ist. Es sei aber ausdrücklich darauf hingewiesen, dass es auch Stimmen gibt, die den Einsatz von fluoridierten Lebensmitteln oder Getränken ablehnen oder aber zumindest für bedenklich halten. Eine tägliche Einnahme von bis zu 5 mg Fluorid pro Tag gilt jedoch bei Erwachsenen nicht als schädlich. Eine Mehreinnahme kann zur so genannten Fluorose führen, die unter anderem den Zahnschmelz fleckig entfärben lässt und paradoxerweise weich werden lässt, sowie die Anfälligkeit für Osteoporose durch das Ausfällen von Kalzium steigert.

Zusammenfassung

Es ist eindeutig erwiesen, dass die Anfälligkeit für Karies mit einem Mangel an Fluor verbunden ist. Dies gilt besonders für Kinder und Jugendliche. Neuere Forschungsergebnisse zeigen außerdem einen möglichen Zusammenhang zwischen Fluormangel und der Häufigkeit von Osteoporose, Arteriosklerose und Arterienverkalkung auf.

Sixpack Erfolg

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