Kalium – Gut für den Herzmuskel

Jeff 15. Mai 2010 0

Kalium ist ein wichtiger Elektrolyt im Körper, und wird daher auch häufig routinemäßig bei Blutuntersuchungen gemessen. Dabei muss die Kaliumkonzentration im Blut-Serum zwischen 3,5 und 5,5 mmol/l betragen. Kalium ist hauptsächlich, und zwar zu rund 98%, im Zellinneren vorhanden. Kalium ist zudem an der Gewinnung von Energie und am Wasser-Elektrolyt-Haushalt beteiligt. Zusammen mit anderen Elektrolyten (geladenen Teilchen) und Molekülen ist es wesentlich an der Aufrechterhaltung des osmotischen Drucks in den Zellen beteiligt.

Kalium ist unter anderem an der Aktivierung einiger Enzyme, an der Bildung von Körpereiweiß, sowie am Kohlenhydratstoffwechsel und damit an der Energieproduktion beteiligt. Zusammen mit Natrium, Kalzium und Chlor wirkt Kalium auf die Herzmuskeltätigkeit ein und ist für die Erregbarkeit von Muskel- und Nervenzellen zuständig.   Der genaue Bedarf an Kalium ist nicht eindeutig festzulegen, da er von einer Reihe von Parametern eines jeden Menschen abhängig ist.

Für Menschen ab dem 17. Lebensjahr wird der Mindestbedarf als Mittelwert auf ca. zwei Gramm Kalium pro Tag geschätzt. Für Kinder und Jugendliche liegt der Bedarf laut der Deutschen Gesellschaft für Ernährung bei ein bis zwei Gramm. Säuglinge benötigen ca. 450 bis 600 mg täglich.   Kalium ist in vielen Lebensmitteln enthalten. Der tägliche Bedarf gilt daher allgemein als gedeckt. Aufgrund verschiedener Bedingungen kann aber ein Mehrbedarf an Kalium bestehen. Dies ist z.B. bei leistungsorientierten Sportlern der Fall, da starkes Schwitzen und körperliche Anstrengung einen Mangel an Kalium herbeiführen können. Dieser Mangel kann eine Reihe von Störungen im Körper bewirken, die relativ unspezifisch sind: beispielsweise Muskelschwäche, Müdigkeit, Kopfschmerzen, Schwindel, Übelkeit, Krämpfe und schwankende Stimmungen. Bei Kaliummangel sinkt zudem der Blutzuckerspiegel, mit der Folge der Symptome einer Unterzuckerung. Ferner können Nierenfunktionsstörungen, Herz- und Kreislaufprobleme (häufig findet man hierbei charakteristische EKG-Veränderungen) sowie Darmträgheit infolge eines herabgesetzten Muskeltonus die Folge eines Kaliummangels sein.

Eine besondere Art des Kaliummangels tritt bei älteren Menschen auf. Immer wieder müssen ältere Menschen wegen massiver Störungen des Wasser- und Elektrolythaushaltes in Folge von Austrocknung durch zu geringe Flüssigkeitsaufnahme behandelt werden. Dabei geraten vor allem der Natrium und der Kaliumhaushalt durcheinander. In vielen Fällen kann dieser Mangel nur durch gezielte Infusionen behoben werden. Der Grund der Austrocknung ist häufig ein mangelndes Durstgefühl bei Senioren. In jedem Fall sollten 2 Liter Flüssigkeit (ohne Kaffe, Tee oder Alkohol) täglich getrunken werden. Lebensbedrohliche Elektrolytstörungen treten bei Durchfällen und / oder Erbrechen relativ schnell bei Säuglingen und Kleinkindern auf.

Auswirkungen auf deine Ernährung

Kalium kommt vor allem in Getreide, Gemüse und Früchten vor. Dabei enthalten z.B. Pfifferlinge rund 5 g Kalium pro 100 g Trockenmasse. Obst, vor allem Bananen, grünes Gemüse wie beispielsweise Spinat, Salat und Petersilie, Vollkornbrot, Fleisch und Fisch sind gute Kaliumlieferanten. So befinden sich beispielsweise in 100 g Banane etwa 400 mg (0,4g) Kalium.

Es sollte aber beachtet werden, dass Kalium bei der Zubereitung von Lebensmittel durch längeres Wässern oder Kochen in Lösung geht, und damit mit dem Kochwasser verworfen wird. Im Falle von Nierenerkrankungen, bei denen der Mineralstoffhaushalt gestört ist, macht man sich diese Tatsache zu Nutze. Deshalb lässt man bei der Zubereitung für Nierenkranke Gemüse und Kartoffeln lange wässern. Bei normaler Ernährung ist in der Regel nicht mit einem Kaliummangel zu rechnen, da der erwachsene Mensch mindestens 2 g Kalium täglich aufnimmt. Ein Mangel tritt möglicherweise bei Fehl- oder Mangelernährung auf. Patienten, die unter bestimmten Herz-Kreislauf-Erkrankungen, wie z.B. Bluthochdruck leiden, benötigen etwas mehr als das doppelte der täglichen Normalmenge und sollten deshalb Ihre Ernährungsgewohnheiten mit dem behandelnden Arzt oder einer Ernährungsberatung absprechen. Bei gesunden Menschen ist also keine Einnahme von zusätzlichem Kalium erforderlich. Bei den erwähnten Erkrankungen bzw. Störungen sollte eine Einnahme von Kaliumpräparaten mit dem behandelnden Arzt abgesprochen werden.

 

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