Kalzium

Jeff 15. Mai 2010 0

Im menschlichen Organismus und in den meisten Tieren stellt Kalzium den Mineralstoff mit dem höchsten Anteil dar. So besitzt ein erwachsener Mann über ein Kilo Kalzium im Körper, bei Frauen ist der Anteil aufgrund der geringeren Skelettmasse etwas geringer.

Der weitaus größte Teil des Kalziums ist Zähnen und Knochen eingelagert, nur etwa 1% kommt im Blut und anderen Geweben vor. Von dem im Blut befindlichem Kalzium ist dabei ca. 55% als freies Ca2 vorhanden, ca. 40% ist an Proteine und etwa 5% an organische Säuren gebunden.   Die wichtigste Funktion von Kalzium im menschlichen Körper erfüllt es durch den Aufbau und Erhalt von Zähnen und Knochen. Kalzium ist auch für die Blutgerinnung sehr wichtig, es besitzt dort die Bezeichnung Gerinnungsfaktor IV. Weiterhin steuert Kalzium die elektrischen Aktionspotentiale von Muskeln und Nerven.

Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung empfiehlt für Kinder unter einem Jahr die Einnahme von 400 mg Kalzium pro Tag. Aufgrund der Tatsache, dass Kalzium von größter Bedeutung für das menschliche Knochengerüst ist, und das vor allem in der Zeit des Wachstums, ist eine ausreichende Kalziumversorgung von entscheidender Bedeutung. Jugendliche sollten deshalb rund 1200 mg, also 1,2 Gramm zu sich nehmen. Für Erwachsene wird mit 1000 mg, also 1 g, etwas weniger empfohlen. Für schwangere Frauen und stillende Mütter gilt, dass der Bedarf an Kalzium deutlich erhöht ist. Die Empfehlungen lauten, dass schwangere Frauen ca. 50% mehr Kalzium mit der Nahrung zu sich nehmen sollten. Es ist auch wichtig darauf hinzuweisen, dass bei älteren Menschen und vor allem bei Frauen nach der Menopause aufgrund der Hormonumstellung eine Entkalkung der Knochen stattfindet. Diese Tatsache ist eine der Ursachen von Osteoporose und kann zu einem erhöhen Kalziumbedarf führen. Es muss festgestellt werden, dass selbst in den Industrienationen, in denen viele Menschen mehr als ausreichend ernährt sind, bei einer Normalernährung die täglich erforderliche Kalziummenge oft nicht erreicht wird. Daher kann eine zusätzliche Versorgung mit Kalzium, z. B. zur Osteoporosevorbeugung notwendig werden. Vor der Einnahme von Kalziumpräparaten sollte aber versucht werden, die Ernährung umzustellen. Hierbei muss beispielsweise beachtet werden, dass es Lebensmittel oder Getränke gibt die hohe Mengen an Phosphaten enthalten, z. B. Wurst und Coca Cola, die Kalzium im Körper binden und damit zu einer vermehrten Ausscheidung von Kalzium führen. Das gleiche gilt für Kaffee. So benötigen Kaffeetrinker nach Angaben der American Dietetic Association für jede getrunkene Tasse etwa 40 mg Kalzium zusätzlich.

Auswirkungen auf deine Ernährung

Käse, Milch und andere Milchprodukte liefern die größten Mengen an Kalzium. Neben Grünkohl enthalten Broccoli, Vollkorngetreide und Hülsenfrüchte Kalzium, jedoch in geringeren Mengen. Hartkäse enthält z.B. 800 mg, also 0,8 g pro 100 g. Ein Liter Vollmilch enthält etwa 1200mg, deckt also den täglichen Bedarf alleine ab. Wichtig ist es auch bei der Auswahl des Mineralwassers auf einen hohen Kalziumgehalt zu achten, vor bei Menschen, die Milchprodukte meiden. Die Werte schwanken von 20 mg bis zu fast 500 mg pro Liter Wasser. Bereits ein leichter Kalziummangel kann besonders bei Sportlern zu muskulären Problemen wie Zittern und Krämpfen führen. Kalzium geht auch über den Schweiß verloren. Für eine ausreichende Kalziumversorgung kann deshalb unter Umständen zum Beispiel für leistungsorientierte Sportler eine tägliche Zufuhr von Kalziumpräparaten sinnvoll sein, vor allem bei solchen mit Milchallergie oder Milchzuckerunverträglichkeit, aber auch bei Veganern oder Menschen, die einfach keine Milchprodukte mögen.

Sixpack Erfolg

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