Kohlenhydrate – Der Supertreibstoff für deine Körperzellen

Jeff 15. Mai 2010 0

Kohlenhydrate stellen einen Sammelbegriff für die unterschiedlichen Zuckerformen dar. Zucker kommt nämlich in Form von Zuckerketten verschiedener Länge vor. Deswegen unterscheidet man grundsätzlich einfache Kohlenhydrate (= Kette mit ein oder zwei Zuckerbausteinen à z.B. Süßigkeiten) und komplexe Kohlenhydrate (= Kette mit drei und mehr Zuckerbausteinen à z.B. Vollkornprodukte). Der bekannteste Einfachzucker ist die Glukose. Diese ist der kleinste Baustein aller Kohlenhydrate und stellt eine Art “Supertreibstoff“ für die Körperzellen dar. Sie wird oft auch als Traubenzucker bezeichnet.

Auswirkungen auf dein Krafttraining

Die Energiegewinnung aus Eiweiß und Fett verläuft deutlich langsamer als die aus Kohlenhydraten und ist dementsprechend beim Krafttraining weniger effizient. Für arbeitende Muskeln ist nur Glukose ein Supertreibstoff. In Verbindung mit Krafttraining liefern sie Muskelpower pur. Deswegen ist es sinnvoll vor und nach dem Krafttraining Kohlenhydrate zu verzehren, um so die Muskulatur gezielt mit Treibstoff zu versorgen. Wenn dazu das Frühstück noch kohlenhydratreich war, kann der Tageskohlenhydratbedarf der Muskulatur damit problemlos komplett abgedeckt werden und eine weitere Zufuhr ist im Grunde nicht notwendig. Lediglich so genannte “Schnelle Stoffwechseltypen“, die sogar gegen ein wenig mehr Fett auf den Rippen nichts einzuwenden hätten, sollten darüber hinaus noch mehr Kohlenhydrate über den Tag verteilt konsumieren.

Auswirkungen auf dein Ausdauertraining

Auf Kohlenhydratberge kann der Fitness-Ausdauersportler getrost verzichten. Das ist eine unumstößliche Tatsache. Und auch kein Wunder, schließlich haben unsere Vorfahren über Millionen Jahre ganz ohne Brot und Backwaren, Makkaroni, Reis und Roggen laufender / jagender Weise den Tag verbracht. Deswegen benötigt auch der Ausdauersportler nur wenige und kleine Kohlenhydratportionen; vorzugsweise zum Frühstück sowie nach dem Training. Lediglich wenn es bei entsprechend umfangreichem Training (mehr als ca. 20 Stunden pro Woche) darum geht, Höchstleistungen zu vollbringen, ist es sinnvoll vermehrt Kohlenhydrate zu verzehren. Deswegen veranstalten z.B. manche Ausdauerleistungssportler Nudelparties und essen Kohlenhydrate in rauen Mengen. Dies gilt allerdings eben nur für die Ausdauer-Profis und Leistungssportler, deren Kohlenhydratbedarf entsprechend hoch ist.

 

Auswirkungen auf deine Ernährung

Der Körper wird in der heutigen Zeit mit Kohlenhydraten überladen. Die überschüssigen Kohlenhydrate lagert der Körper zunächst in den Depots von Leber und Muskeln ein. Diese sind allerdings schnell überfüllt, wenn immer mehr Kohlenhydrate nachgeschoben, aber nicht verbrannt werden. Nur die Fettspeicher können nahezu grenzenlos befüllt werden. Auch mit Kohlenhydraten, wenn diese in speicherfähiges “Hüftgold“ umgebaut werden. Das gelingt schnell und problemlos, deswegen nutzt der Stoffwechsel diese Möglichkeit nur zu gerne. Er schaufelt sich damit eine gefährliche Grube, in die er später selber fällt: Je mehr Kohlenhydrate angeboten werden, desto mehr ist der Stoffwechsel mit deren Verarbeitung und ihrer Abschiebung in die Fettdepots beschäftigt. Er kommt gar nicht dazu, auch wieder Fett zu verbrennen. Neben Insulin und Zucker schwimmt deswegen früher oder später auch noch überschüssiges Fett im Blut. Die Bluttfette werden immer mehr und damit zum Gesundheitsrisiko! Und die Fettdepots werden nebenbei immer größer. Kohlenhydrate sind also die wahren Dickmacher. Entsprechend wenig Kohlenhydrate (Kartoffeln, Nudeln, Reis, Vollkornprodukte, Teigwaren, Brot, Brötchen und Süßigkeiten) sollten also verzehrt werden und umso mehr Eiweiß und gute Fette. Natürliche Eiweißquellen sind mageres Fleisch, Fisch, Eier, Quark, Nüsse und Hülsenfrüchte (Linsen, Erbsen, Bohnen). Gesunde Fette findet man in Fischen, Nüssen, Olivenöl, Leinöl, Raps- und Wallnussöl. Dazu als Basisernährung bei jeder Gelegenheit ganz viel Obst, Gemüse und Salat. Weiterhin ist eine gute Wasserversorgung ganz wichtig. Optimal ist es, wenn pro 20 kg Körpergewicht täglich ein Liter Wasser getrunken wird.

Zusammenfassung

Der Gesundheit zur Liebe sollte ein entsprechend kohlenhydratreduziertes Ernährungskonzept zur Anwendung kommen. Das diesbezüglich effektivste und empfehlenswerteste Konzept beruht auf der so genannten LOGI-Methode. Diese Methode wurde an der Harvard-Universitätsklinik in Boston (USA) entwickelt. LOGI ist ein Konzept, das die energiereichen Nahrungsbestandteile (wie Kohlenhydrate, Fette und Eiweiße) so optimal auf den Körper abstimmt, dass dieser wann immer möglich Fette zur Energiegewinnung heranzieht.

Sixpack Erfolg

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