Vitamin A – Das Augenvitamin

Jeff 14. Mai 2010 0

Seinen Namen hat das Vitamin A daher, dass es das erste bekannte, fettlösliche Vitamin war. Also bekam es den Buchstaben „A“. Früher bezeichnete man das Vitamin A auch als Augenvitamin, nach seiner bekanntesten Wirkungsstätte. In der Fachsprache wird es heute als Retinol bezeichnet, was sich von der „Retina“, der Netzhaut im Auge ableitet.

Das Vitamin A hat eine ganze Reihe von Funktionen, vielleicht mehr als alle anderen Vitamine. Wie bereits erwähnt, wird es unter anderem für das gute Sehen benötigt. Das Vitamin A befindet sich im Auge in den so genannten Sehzellen. Diese bilden die Netzhaut, die sich auf der Rückseite der Augen befindet. Wachstum: Das Vitamin A wird häufig auch als „Wachstumsvitamin“ bezeichnet. Fehlt es, dann tritt ein Wachstumsstillstand ein. Gerade für Kinder ist es also sehr wichtig. Offenbar ist das Vitamin A für die Zellteilung ein unverzichtbarer Faktor. Viele weitere Funktionen des Vitamin A beruhen darauf. Schutz von Haut und Schleimhäuten: Das Vitamin hat eine wichtige Funktion beim Aufbau und der Erneuerung von Haut und Schleimhäuten. Dies betrifft neben der Haut insbesondere die Atemwege, den Verdauungstrakt und die Harnwege. Diese werden widerstandsfähiger gegen Bakterien, Viren oder Parasiten. Die Barriere gegen die „Außenwelt“ wird damit gestärkt und kann ihre Funktionen erfüllen. infektionsschutz: Vitamin A ist sehr wichtig für ein gutes Immunsystem.

Einerseits beruht dies auf dem Schutz der Schleimhäute, andererseits auf der Beihilfe des Vitamin A bei der Bildung der weißen Blutkörperchen. Diese sind gewissermaßen Polizisten, welche die Blutbahnen durchkämmen und nach Bakterien und Vieren suchen. Knochenbau: Zum Wachstum der Knochen und zur Heilung bei Knochenbrüchen ist Vitamin absolut notwendig. Krebsvorsorge: Es gibt Hinweise darauf, dass Vitamin A die Wirksamkeit krebserregender Stoffe abschwächt. Dies insbesondere die Raucher: Wenn die Vitamin-A-Zufuhr niedrig liegt, dann steigt auch die Wahrscheinlichkeit, an Lungenkrebs zu erkranken. Aber Achtung! Zuviel Vitamin A ist wiederum schädlich! Aufbau von Blutkörperchen: Auch zum Aufbau der roten Blutkörperchen wird Vitamin A gebraucht. Sexualität: Ohne Vitamin A gäbe es keine Geschlechter. Es wird zur Bildung der Geschlechtshormone gebraucht. Nur bei einer guten Vitamin-A-Versorgung bildet der Mann eine genügende Anzahl von Spermien. Bei der Befruchtung weist andererseits das Vitamin A den Spermien den Weg durch den Eileiter der Frau zur Eizelle.

Auswirkungen auf deine Ernährung

Vitamin A kommt nur in tierischen Lebensmitteln vor. Die größten Mengen finden sich in Leber und Innereien. In manchen fettreichen Fischen ist ebenfalls viel Vitamin A enthalten. Geräucherter Aal zum Beispiel ist nicht nur eine Delikatesse, er enthält auch sehr viel Vitamin A. Die empfohlene Tagesdosis beträgt in etwa 1 Gramm. Da das Vitamin A zu den fettlöslichen Vitaminen gehört ist es deshalb nicht möglich, überschüssiges Vitamin mit dem Urin auszuscheiden. Es wird stattdessen fleißig in der Leber gespeichert. Dementsprechend ist eine Überdosierung mit Vitamin A möglich. Sich durch eine einmalige Dosis mit Vitamin A zu vergiften ist allerdings ziemlich schwierig. Dazu müsste schon das 100- bis 200fache der täglich empfohlenen Dosis aufgenommen werden. Derartige Mengen kommen allerdings nur in ziemlich „extravaganten“ Lebensmitteln wie Eisbären- oder Robbenleber vor. Es sei denn, man trinkt man trinkt einen halben Liter Lebertran oder isst ein Kilo Rinderleber! Wahrscheinlicher ist da schon eine Vergiftung aufgrund synthetischer Präparate.

Einfacher ist es dagegen, sich eine chronische Überdosierung zu verabreichen. Dazu muss man täglich ein bis zwei Jahre lang 30 – 60 mg Vitamin A aufnehmen (jeden Tag ein halbes Pfund Leber). Schwere Vergiftungserscheinungen sind die Folge. Das fängt an mit trockener, rauer Haut, Knochenschmerzen, und endet in einem schnellen Knochenabbau bis hin zu Brüchen. Besonders vorsichtig sollten schwangere Frauen sein und solche, die es werden wollen, da Vitamin A hier schon in weniger hohen Mengen das ungeboren Leben schädigen kann. Dies gilt insbesondere für die ersten Schwangerschaftsmonate. Vor dem sechsten Schwangerschaftsmonat sollten Lebensmittel wie Leber gemieden werden. Auch ein „einmaliges Festessen“ von größeren Mengen frischer Leber kann schon schwerwiegende Auswirkungen haben! Besser ist es, wenn im Rahmen der Schwangerschaft ganz darauf verzichtet wird.

Sixpack Erfolg

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