Beweglichkeitstest – Die Methodik

Jeff 3. März 2010 1

Obwohl oft unterschätzt und vernachlässigt, kommt der Beweglichkeit, der „Fähigkeit, Bewegungen willkürlich und gezielt mit der erforderlichen und optimalen Schwingungsweite der beteiligten Gelenke ausführen zu können“ und dem zugehörigen Training eine sehr wichtige Rolle im Hinblick auf eine gute körperliche Gesamtfitness zu, zum einen, da auf ihr die volle Entwicklung und Ausprägung anderer motorischer Fähigkeiten basiert, zum anderen, da durch ein gezieltes Training Muskelverkürzungen- und Verspannungen, die z.B. nach ständigen einseitige Belastungen wie bei Büroarbeit im Sitzen auftreten, vorgebeugt werden kann. Zudem bringt eine optimale Beweglichkeit bzw. Dehnfähigkeit der Muskulatur noch viele weitere Vorteile wie z.B. eine erhöhte Belastungsfähigkeit sowohl des aktiven als auch des passiven Bewegungssystems, eine verbesserte Körperhaltung oder etwa kürzere Erholungsphasen nach sportlichen Belastungen mit sich.

 

Fünf ausgewählte Muskelgruppen

 

Brustmuskulatur:

Methodik:

Der Kunde positioniert sich in Rückenlage mit angewinkelten Beinen auf einer erhöhten ebenen Liegefläche, z.B. ein Tisch oder eine Bank. Nun wird versucht, die neben dem Körper im Ellenbogengelenk gestreckten Arme mit nach oben zeigenden Handflächen nach hinten außen zu führen (die Arme bilden in der Frontalebene einen Winkel von 135°) und so weit wie möglich wieder auf der Liegefläche abzusenken. Die waagrechte Position der Arme in Verlängerung der Körperlängsachse dient als Messbereich. Die Beweglichkeit ist umso besser, je größer die Kontaktfläche der Arme mit der Liegefläche ist. Liegen z.B. die Arme gar nicht auf, ist der Muskel verkürzt, wenn noch der Unterarm aufliegt, liegt eine durchschnittliche Beweglichkeit vor.

 

Hüftbeugemuskulatur:

 

Methodik:

In Rückenlage legt sich der Kunde mit dem Oberkörper auf eine Bank, so dass das eine Bein in der Hüfte gestreckt über das Bankende herabhängen kann, während das andere so weit wie möglich gebeugt in Richtung Brust gezogen wird. Je weiter das ungebeugte Bein im Verhältnis zur Körperlängsachse nach unten herabhängt, umso höher ist die Beweglichkeit der Hüftbeugemuskulatur, als Indikator gilt der Winkel des Beines zur Körperlängsachse.

 

Kniestreckmuskulatur:

 

Methodik:

 

Der Kunde nimmt eine Position wie beim Beweglichkeitstest für die Hüftbeugemuskulatur ein, mit dem Unterschied, dass beim über das Ende der Auflagefläche herabhängenden Bein zusätzlich zur Hüftstreckung eine Kniebeugung hervorgerufen wird, um die Beweglichkeit der Beinstreckmuskulatur zu testen. Der Grad der Beweglichkeit wird durch den Winkel zwischen Ober- und Unterschenkel angezeigt.

 

 

Kniebeugemuskulatur:

Methodik:

Zur Messung der Beweglichkeit der Kniebeugemuskulaturmuskulatur nimmt der Kunde eine liegende Position in Rückenlage auf dem Boden ein, wobei das zu testende Bein gestreckt möglichst weit in die Hüftbeugung, d.h. in Richtung des Oberkörpers geführt wird, während das andere Bein gestreckt auf dem Boden aufliegt, ohne den Kontakt mit dem Boden zu verlieren oder gebeugt zu werden.. Der Winkel des Testbeines zur Horizontalen gibt Aufschluss über die Dehnfähigkeit der Kniebeugemuskulaturmuskulatur.

 

 

Wadenmuskulatur:

 

Methodik:

 

Mit zueinander parallelen, hüftbreit auseinandergestellten Füßen und nach vorne gerichteten Zehenspitzen versucht der Kunde, eine Hockstellung einzunehmen, ohne die Fersen vom Boden abzuheben, was Anzeichen für ein Beweglichkeitsdefizit der Wadenmuskulatur wäre.

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