Anaerobes Training – wenn die „Puste“ fehlt

Jeff 15. Mai 2010 0

Als “anaerob“ (= ohne Luft) wird ein Training bezeichnet, bei dem der / die Trainierende während der Trainingsbelastung so stark gefordert wird, dass z.B. zum Sprechen die “Puste“ fehlt. D.h., dem Körper bzw. der Muskulatur steht während der Trainingsbelastung nicht genügend Sauerstoff zur Verfügung. Derartige Trainingsbelastungen sind durch eine kurze Dauer und eine relativ hohe Trainingsintensität gekennzeichnet. Dadurch resultiert, dass der Körper während der Trainingsbelastung keine Gelegenheit bekommt, über die Blutversorgung genügend frischen Sauerstoff zur Muskulatur zu transportieren, wo dieser dann zur Energiegewinnung herangezogen werden könnte. Auf diese Weise können nur Kohlenhydrate bzw. bei Kohlenhydratmangel Eiweiße teilweise in Energie umgewandelt werden. Fett kann im Rahmen eines anaeroben Trainings nicht in Energie umgebaut, also abgebaut werden.

Auswirkungen auf dein Krafttraining

Die Trainingsbelastung beim Krafttraining, also während eines Trainingssatzes ist so kurz und intensiv, dass der einzelne Trainingssatz beendet werden muss, bevor der Körper die Möglichkeit gehabt hat, Sauerstoff zur Muskulatur zu transportieren. Deshalb ist es z.B. bei einem effektiven Krafttraining auch nicht möglich, sich während eines Trainingssatzes zu unterhalten. Oder andersherum: sollte man während der Ausführung eines Trainingssatzes noch genug Puste haben, um sich unterhalten zu können, ist die Intensität – sprich das gewählte Gewicht – zu gering und das Krafttraining damit nicht sonderlich effektiv. Deshalb können beim Krafttraining allerdings auch nur Kohlenhydrate bzw. bei Kohlenhydratmangel Eiweiße zu Energie umgewandelt werden. Dazu wird nämlich kein Sauerstoff benötigt. Fett kann dagegen nur in Energie umgewandelt werden, wenn die Belastung “aerob“, also mit Sauerstoff erfolgt – sprich während der Belastung genügend Sauerstoff zur Verfügung steht.

Auswirkungen auf dein Ausdauertraining

Das Ausdauertraining kann sowohl anaerob als auch aerob durchgeführt werden. Allerdings werden die Trainingsziele “Herzkreislauftraining“ und “ Fettabbau“ durch ein aerobes Training wesentlich besser realisiert. Dazu ist für das Herzkreislauftraining ein intensives aerobes Ausdauertraining notwendig, während zum Fettabbau am besten ein aerobes Ausdauertraining mit relativ geringer Intensität absolviert werden sollte. Es bringt also beim Ausdauertraining nichts, wenn man – im Gegensatz zum Krafttraining, bis an die Erschöpfungsgrenze geht. Im Gegenteil: Es gibt eine optimale Trainingsintensität, die von verschiedenen individuellen Faktoren (wie Alter und Trainingszustand) abhängt und am besten während des Trainings im Ausdauernbereich über einen elektronischen Herzfrequenzmesser kontrolliert wird, damit eine Über- und Unterforderung ausgeschlossen ist und sichergestellt werden kann, dass die Trainingsbelastung nicht auf anaerobem, sondern aerobem Weg erfolgt.

Sixpack Erfolg

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