Meditation – kein Denken, kein Wollen – einfach Sein

Jeff 16. Juni 2011 0

Meditation ist ein Zustand von absoluter Stille. Kein Denken, kein Wollen – einfach Sein.
Dies ist der Zustand, mit dem wir geboren werden und der die Quelle für unsere Freude
am Leben ist.

Im laufe des Lebens scheint es so, als würde diese Basis unseres Da-Seins von allerlei
Vorstellungen, Gedanken und Gefühlen verdrängt werden.
Verlieren wir die Anbindung zu unserer tiefsten Quelle, werden wir manipulierbar,
unzufrieden und suchen nach Ersatzbefriedigungen, die uns auf Dauer nicht wirklich satt
machen.

Der Mensch lebt durch seine Sinne und kann seine Erfahrungen im Leben auf positive
oder auch negative Weise erfahren. Wer möchte nicht jeden Tag glücklich, und gesund
durchs Leben gehen und immer ein Lächeln auf den Lippen haben? Damit der Mensch
überhaupt erkennt, was er tut und wer die Fäden seines Lebens spinnt – darf er sich seiner
Selbst-bewusst werden. Ignoriert er sich selbst als Schöpfer seiner Gedanken, seines
Handelns fühlt er sich als Opfer der Gesellschaft und seines Schicksals und lebt ein
Leben, das von außen bestimmt wird. Er fühlt sich schwach und dies führt unweigerlich zu
Aggression oder Depression.

Je mehr und je öfters sich der Mensch Zeit nimmt, sich Selbst-seiner-bewusst zu werden,
desto besser wird es ihm mit sich selbst und seiner Umgebung gehen.
Das Ziel der Meditation ist über die Beobachtung von Gedanken und Gefühlen zu
seinem Wahren Wesen-s-kern vorzustoßen.
Meditation bedeutet nicht sich von der Welt abzuheben und nicht die Herausforderungen
des Lebens anzupacken. Meditation kann durch das Erkennen der eigenen Strukturen und
dem Erkennen und Wertschätzen der eigenen Person helfen, ein Leben der Freude zu
leben.

Hilfreich ist es jeden Tag am gleichen Ort und möglichst zu gleichen Uhrzeit eine
Möglichkeit für deine Meditation zu schaffen. Beginne mit wenigen Minuten, die du mit der
Zeit steigern kannst.

Im ersten Schritt ist es ratsam nur auf deine Körperempfindungen zu achten. Du wirst
überrascht sein, was sich alles in deinem Körper tut. Mit der Zeit wird dein Körper
entspannter und ausgeglichener. Ein tiefer Friede breitet sich wie eine sanfte Meereswelle
in deinem Körper aus.

Im zweiten Schritt geht es um deine Gedanken. Du nimmst die Haltung eines
Beobachters ein. Gedanken wegschicken geht nicht, aber du kannst lernen, dich damit
nicht mehr zu beschäftigen. Also wenn du z. B. denkst „oh, nachher muss ich noch
einkaufen gehen. Ich darf die Butter nicht vergessen etc.“ dann kannst du diesen
Gedankenfluss einfach durch ein STOPP aufhalten. Es entsteht eine kleine
Gedankenlücke, die mit der Zeit immer größer wird. Dann fängt dein Geist an sich zu
beruhigen und entspannter zu werden.

Im dritten Schritt wirst du dir deiner Gefühle bewusst. Diese entstehen bzw. reagieren auf
deine Gedanken, die du dir täglich über dich und andere machst.
Wenn du diese Schritte immer wieder (und du brauchst erst mal viel Geduld) „übst“, dann
stellt sich mit der Zeit – ganz von selbst – ein Zustand von Ruhe, Gelassenheit und tiefer
Weisheit ein. Du hast die Quelle wieder gefunden, die dich am Leben hält und die in
östlichen Traditionen als Glückseeligkeit beschrieben wird gefunden.
Du kannst also über die Erfahrung deines Körpers, das Beobachten deines Geistes und
das Fühlen deines Herzens zum Sinn deines Da-Seins gelangen. Wenn du diesen
Zustand durch deine tägliche Meditation nur annähernd erreichst, wird sich vieles in
deinem Leben entfalten und ändern können.

Im Spitzensport haben längst Mentaltraining, psychologische
Betreuung und Autogenes Training Einzug genommen. In Zukunft wird sicherlich mehr und
mehr Meditation bei den Sportlern im Vordergrund stehen, da durch die „Schärfung der Wahrnehmung“ eine höhere und bessere körperliche Belastung möglich ist.

Autorin
Elisabeth Seiband
Meditationsleiterin
www.ayurveda-klangmassage.de
Sixpack Erfolg

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