Nach einem Unfall auf Antigua (Karibik) bei dem ich mir tragischerweise die rechte Schulter ausgekugelt hatte hieß die Diagnose meines Orthopäden: ” Rezidivierende Schulterluxation”. Da ein reines Muskelaufbautraining aufgrund der Schwere der Verletzung ausgeschlossen war, musste ich mich vor einer Woche operieren lassen. Als Therapieempfehlung wurde mir ein Gilchristverband für 6 Wochen verordnet. Ebenfalls wurde mir geraten die Außenrotation sowie der aktiven Abduktion über 90° zu vermeiden. Eine Woche nach der OP werde ich mit der Krankengymnastik & Kältebehandlungen beginnen um mit einem gezielten Muskelaufbautraining die Stabilisierung der Schulter zurück zu gewinnen. (1. Termin ist am 23.05.2011 Bericht folgt.)
OPERATIONSBERICHT
- NAME : Seiband, Jeffrey 29.05.1985
- OP-DATUM : 12.05.2011
- ORT : Wolfartklinik
- DIAGNOSE : Rezidivierende Schulterluxation re.
- OPERATION : Arthroskopie re. Schultergelenk, Labrumrefixation
- OPERATEUR : Dr. med. Tim Kinateder
- ASSISTENT : Dr. Wimmer/ Dr. Schaum
- OP-SCHWESTER : Edda
- NARKOSE : Dr. med. Oettle, siehe Protokoll
Rückenlagerung. Oberschenkelblutsperre. Oberschenkelbeinhalter. Steriles
Abdecken des Operationsfeldes. Laterales Standardportal. Arthroskopie.
Seitenlagerung des Patienten, Hautdesinfektion und steriles Abdecken.
Dorsales Standardportal und Einrichten zwei ventralen Arbeitszugängen unter
Sicht. Diese werden mittels Arbeitskanülen besetzt. Inspektorisch intakte
Rotatorenmanschette mit regelrechtem Verlauf der Bizepssehne bis in den
Sulcus. Der Bizepssehnenanker ist fest, die Subscapularissehne regelrecht
dargestellt. Die Knorpeloberflächen an Humeruskopf und Glenoid sind
unverletzt. Das ventrale Labrum ist fast in gesamter Länge vom Glenoid
abgelöst und narbig verklebt. Es erfolgt mittels Rasparatorium die Mobilisierung
des Labrumkomplexes sowie die Anfrischung der Glenoidkante mittels
Kugelfräse. Anschließend sichere Refixation der ventrale Gelenklippe mittels
dreier Nähte und zweier Push-lock-Anker. Die abschließende Untersuchung mit
dem Tasthaken zeigt eine entsprechende Kapselverengung und das regelrechte anliegende Labrum. Entfernung der Instrumente, Redoneinlage, Wundverschluss und steriler Verband. Gilchristverband.
Therapieempfehlung:
Gilchristverband für 6 Wochen. Vermeidung der Außenrotation sowie der
aktiven Abduktion über 90°. Gezieltes Muskelaufbautraining zur Stabilisierung.
Dr. med. Tim Kinateder München, 12.05.2011 sr
Zwischen Unfall und OP sind zirka 1 1/2 Monate vergangen in denen ich den rechten Arm nicht belasten durfte. Nach der OP werde ich für mind. 6 Wochen den Arm ebenfalls nicht voll belasten können bzw. dürfen. Im großen und ganzen werde ich bei “Trainings-Comeback” einen Trainingsausfall von min. 3 Monaten zu verbuchen haben. Seit dem Unfall habe ich deutlich an Gewicht (4kg) verloren was bei mir (schneller Stoffwechseltyp) eindeutig auf den Bewegungsmangel zurückzuführen ist. Eine erste muskuläre Dysbalance in den Oberarmen ist ebenfalls sichtbar. (Bilder folgen) Auch wenn ich es kaum erwarten kann die ersten Gewichte zu stemmen lautet das Motto trotzdem erst einmal ” Safety first”
Ziele:
Vollständige Heilung der Schulter bzw. absolute Schmerzfreiheit innerhalb der kommenden Monate.
Beseitigung der muskulären Dysbalance und Wiederaufbau aller Muskelpartien beginnend mit einem Kraftausdauertraining.
Über den Verlauf der Genesung sowie über das Stabilisierungstraining werde ich in den kommenden Wochen ausführlich berichten!
Beste Grüße und bleibt schön fit!
Jeff









Hi Jeff ich habe die gleiche OP wie du vor 3 1/2 Wochen gehabt. Die Zeit zwischen Unfall und OP waren nur 2Wochen. Nehme seit der ersten Woche nach der OP keinerlei Schmermittel. KG ein Tag nach OP begonnen. Schmerzen sind Nachts und Morgens da. Wie war es bei dir? Wie lange hat es gedauert bis du wieder durchschlafen konntest? Was hältst du in meinen Fall von EMS-Training ? Ist es zu früh ? Den blöden Gilchrist kann ich schon nicht mehr sehen. Ziehe ihn meist nur Nachts und wenn ich unterwegs bin an.
Gruss max