Was tun bei Muskelkater?

Jeff 12. August 2010 1

Beim Muskelkater handelt es sich um kleinste Verletzungen (so genannte Mikrotraumen) in der Muskelfaser. Im Augenblick der Belastung verspürt der/die Trainierende im Vergleich zu einer Zerrung oder zu einem Muskelfaserriss keinen Schmerz auf. Dieser tritt erst Stunden oder einen Tag später auf.

Auswirkungen auf dein Krafttraining

Muskelkater tritt nach ausgesprochen intensiven Krafttrainingsbelastungen auf. Dies gilt nicht nur für unbekannte bzw. neu durchgeführte Übungen, sondern auch für bereits beherrschte Bewegungsabläufe, also Übungen, die schon sehr oft absolviert worden sind. Dabei entsteht der Muskelkater häufig nach einer sprunghaften Steigerung der Belastungsintensität beim Krafttraining . Die betroffenen Muskeln sind (meist erst am Tag nach der Belastung) hart und steif, empfindlich bei Druck, schmerzhaft bei jedem Bewegungsversuch und nicht mehr in der Lage, die volle Kraft zu entfalten. Der hiermit verbundene Kraftverlust kann über eine Woche andauern. In diesem Zusammenhang sollte erwähnt werden, dass der Muskelkater nicht mit einem erneuten Krafttraining für die betroffenen Muskeln wegtrainiert werden kann. Am besten wird pausiert, damit der Muskelkater ohne bleibende Folgen vollständig ausheilen kann.

 

Auswirkungen auf dein Ausdauertraining

Beim Ausdauertraining ist das Entstehen eines Muskelkaters eher selten. Wenn er denn auftritt, so liegt die Begründung in der Regel darin, dass bei ungewohnten Beanspruchungen, z.B. beim Trainingsbeginn bzw. dem Trainingswiedereinstieg nach längerer Unterbrechung oder einem Gerätewechsel der Muskeleinsatz noch nicht wie bei geübten Bewegungen optimal koordiniert ist. Daher kommt es in der Muskulatur zu hohen Spannungsspitzen, die wiederum zu den kleinen Verletzungen in der Muskulatur führen, woraus letztlich der Muskelkater resultiert.

 

Zusammenfassung

Muskelkater entsteht durch kleinste Muskelverletzungen und beruht nicht, wie lange Zeit behauptet, auf Laktatansammlungen innerhalb der Muskulatur. Ursächlich für die kleinsten Verletzungen – auch Mikrotraumen genannt – sind besonders intensive und / oder ungewohnte Trainingsbelastungen. Am häufigsten tritt der Muskelkater beim Krafttraining auf. Aber auch aus einem Ausdauertraining kann ein Muskelkater resultieren; nämlich immer dann, wenn längere Zeit kein Ausdauertraining absolviert worden ist oder ein Gerätewechsel zu einem bis dato unbekannten Gerät durchgeführt wurde.

Sixpack Erfolg

Ein Kommentar »

  1. hörsport-olaf 20. September 2010 at 12:28 -

    Wenn man aktiv gegen Muskelkater vorgehen möchte, kann ich persönlich Entspannungsbäder, Saunagänge oder auch leichte Bewegung (z.B. Gymnastik, lockeres Jogging o. Radfahren) empfehlen. 😉
    Eine gute Erwärmung vor dem Training und ein wohldosierter Wiedereinstieg können außerdem die Wahrscheinlichkeit von Muskelkater verringern!

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